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Käfertaler spielen um Deutsche Meisterschaft

06.02.2018: Mit zwei Siegen sichern sich die Mannheimer die Qualifikation zur Endrunde

Ein Perfektes Wochenende für die Faustballer des TV Käfertal. Mit Siegen gegen Vaihingen/Enz und Calw hat das Team von Trainer Leo Goth die Klasse gehalten und sich damit durch eine ‚Wild-Card Regelung‘ direkt für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft in Mannheim qualifiziert. „Die Jungs haben beide Spiele sehr gut und konstant gespielt“, so Goth. „Vor allem in schwierigen Situationen hat die Mannschaft gut reagiert.“


Damit spielt Goth wohl auf die Rückstände in einigen Sätzen an, die am Ende immer wieder gedreht werden konnten. Schon Samstag Abend beim TV Vaihingen/Enz lag der TVK in mehreren Sätzen zurück, konnte aber oft das Ruder herumreißen. „Für die Moral waren das zwei ganz wichtige Spiele“, erklärt Kapitän Dominik Mondl. „Nicht nur, dass wir gewonnen haben, sondern vor allem wie wir gewonnen haben tut gut.“ Defensiv gut eingestellt kam der TVK immer wieder in aussichtsreiche Angriffspositionen und punktete über Stoklasa und Trinemeier mehrfach in Folge. Hinzu kam eine Vaihinger Mannschaft, die augenscheinlich nicht das letzte aus sich raus holte, um die Niederlage abzuwenden. „Es hat die letzte Fokussierung und Anspannung gefehlt. Man hatte nie den Eindruck, dass wir die Partie mit ganzem Willen rumreißen wollen“,  so TVV Spielertrainer Marco Lochmahr.
Fast zu deutlich kamen die Mannheimer bei den eigentlich heimstarken Schwaben zu einem 5:1, was im Fernduell mit dem TV Hohenklingen um den Abstieg schon nahezu einem verwandelten Matchball gleich kam. Endgültig besiegelt wurde der Klassenerhalt etwa zwei Stunden nach der Partie. Der TV Hohenklingen absolvierte seine Samstagspartie später am Abend gegen den TV Schweinfurt-Oberndorf und verlor diese glatt mit 0:5. Rechnerisch war der TVK nun durch Hohenklingen nicht mehr einzuholen und die Stimmung natürlich prächtig.

Auf dem Erfolg ausruhen wollten sich die Käfertaler aber nicht. Denn gegen den TSV Calw war nach der 0:5 Hinspielniederlage noch eine ‚Rechnung offen‘. Damals fehlten Mondl und Trinemeier verletzt, dieses Mal waren beide jedoch mit von der Partie. Die etwa 120 Zuschauer in der Sporthalle ‚im Rott‘ sahen von Beginn an ein umkämpftes Spiel, in welchem der TVK mit 1:0 nach Sätzen in Führung ging. Im Anschluss fand der Schweizer Nationalangreifer Raphael Schlattinger auf Seiten des TSV Calw durch sein sehr variables Angriffsspiel immer mehr die Lücken in der Käfertaler Defensive und verhalf damit seiner Mannschaft zum Satzausgleich. Nun waren es wieder die Mannheimer, die eine Schippe drauflegen konnten und mit 2:1 in Führung gingen.
Nach der Satzpause zeigte sich ein ähnliches Bild. Erst kamen die Schwaben mit identischem Ergebnis wie in Satz zwei zum Satzausgleich, dann legte der TVK wieder vor. „Der sechste Satz war die Vorentscheidung“, blickt Mondl nach der Partie zurück. „Wir haben auf der einen Spielfeldseite lange gebraucht, bis wir die Calwer Angriffe adäquat entschärfen konnten. Als wir das im Griff hatten, konnten wir die Partie zu Ende Spielen“. Das Spiel beendete dann Stoklasa im siebten Satz nach toller Abwehr von Marcel Moritz mit einem Preller zum 5:2 Sieg.

Mit dem Anfang des Jahres 2018 scheint der TVK bedeutend besser klar zu kommen als mit dem Ende von 2017. Vier Siege aus den letzten fünf Partien zeigen eine deutliche Leistungssteigerung. Vor allem wenn man bedenkt, dass mit Schweinfurt und Calw zwei Mannschaften darunter waren, die in der Tabelle weit vor den Mannheimern platziert sind. Gegen den TSV Pfungstadt will der TVK am kommenden Sonntag seinen guten Lauf fortsetzen.

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