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Am Ende überwiegt der Stolz

18.03.2018: TVK blickt auf eine erfolgreiche Deutsche Meisterschaft zurück

Eine Woche nach der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft im Hallenfaustball überwiegt bei der Mannschaft von Trainer Leo Goth vor allem ein Gefühl: Stolz.

„Ich habe die letzte Woche viele Artikel gelesen und Videos angeschaut“, erzählt Mittelspieler Felix Klassen. „Das hat sich lange sehr unrealistisch angefühlt, aber jetzt hat man realisiert: Wir dürfen uns Deutscher Vizemeister nennen!“ Ein wichtiger Punkt für die Mannschaft war, sich trotz der Ausrichtung durch den eigenen Verein das ganze Wochenende auf die Spiele konzentrieren zu können. Klassen, der selbst im Organisationsteam aktiv war, konnte ab Samstag morgen den Schalter umlegen. „Zum einen war das der Verdienst der Mannschaft, dass sich keiner vom „Drum-Herum“ hat anstecken lassen. Aber vor allem war da eine großartige Unterstützung des gesamten Vereins, für die wir uns nur bedanken können.“

Kapitän Dominik Mondl kann dem nur zustimmen. „Wir sind eine verhältnismäßig kleine Abteilung, und die Arbeit im Vorfeld konnte nicht auf all zu viele Schultern verteilt werden. Einige aus der ersten Mannschaft waren hier intensiv in der Organisation eingebunden. Das hat schon viel Zeit und Kraft gekostet. Über das Wochenende selbst waren dann etwa 150 Helfer aus allen Abteilungen im Einsatz. Bei einem Verein mit 800 Mitgliedern, wovon viele im Kinderturnen aktiv sind, ist das schon bemerkenswert.“


An „ein außergewöhnliches, einmaliges Event“ erinnert sich Marcel Moritz, der mit Klassen und Mondl den Abwehrriegel bildete. Er sieht die mannschaftliche Geschlossenheit als Schüssel zum Erfolg. „Sowohl auf dem Platz, als auch drum herum. Wir waren wirklich eine Einheit“. Nationalspieler Nick Trinemeier, der als Einziger schon mehrfach in einem Endspiel um die Deutsche Meisterschaft stand, betont die Nervenstärke seiner Mitspieler. „Es war eine sensationelle Atmosphäre und dementsprechend eine schwierige Situation“, so der Angreifer. Diese Atmosphäre positiv aufzunehmen und eine derart starke Mannschaftsleistung abzurufen macht auch ihn „stolz auf den Erfolg.“

Nicht nur nach Innen, sondern auch über die Mannschaft und den Verein hinaus, kann der TVK auf eine nie dagewesene Resonanz nach Außen zurückblicken. Über 2000 Faustballbegeisterte in der Sporthalle, Zehntausende verfolgten am Bildschirm den Livestream im Internet und der Mannheimer Morgen, sowie mehrere Fernsehsender berichteten am Montag. Das Sozial-Media-Team des TVK war pausenlos auf Facebook, Instagram und Twitter aktiv, um alle umfangreich mit Interviews und Hintergrundinformationen zu versorgen. „Wir hatten eine tolle Resonanz in Faustball-Deutschland,  aber auch in der Sportstadt Mannheim“, so Trinemeier.

Mit Blick auf die Sommerrunde treten die Spieler trotz des Erfolgs etwas auf die Bremse. Der Klassenerhalt wird da als Ziel ausgegeben. „Es ist unsere erste Saison im Freien. Wir haben uns einiges vorgenommen, aber Ziel ist erst mal die Liga zu halten“, so Klassen. Und Trinemeier ergänzt: „Das wird eine schwierige Saison. Zuerst müssen wir versuchen, genug Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. Dann können wir schauen, was Richtung ‚Top 4‘ möglich ist“. Durch eine Umstellung des Spielsystems im Sommer, wird die Liga nach der Hinrunde in „Play-Up und Play Down“ geteilt. Eine ausführliche Vorstellung des Systems und des Spielerkaders für die Feldrunde folgt.

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