Käfertaler mit Verletzungspech

29.10.2018: Nach Stoklasa fallen nun auch Braun und Mury langfristig aus

Starker Gegenwind für die Bundesligafaustballer des TV Käfertal. Zum Auftakt der Bundesligasaison am gestrigen Sonntag setzte es eine deutlich 0:5 Niederlage beim TV Vaihingen/Enz. Das Ergebnis war am Ende aber nur Nebensache. Im letzten Satz schockte die Verletzung von Abwehrspieler Linus Mury die sowieso schon verletzungsgeplagte Mannschaft von Trainer Leo Goth. Mury prallte mit seinem Mitspieler Felix Klassen so stark zusammen, dass sich dieser eine Fraktur in der Elle, sowie eine Schultereckgelenksprengung zuzog. Ersteres wurde noch Sonntag Abend operiert, zweiteres in den nächsten Tagen. Damit ist Mury ein weiterer Langzeitverletzter im Käfertaler Lazarett.


Noch vor einer Woche war das Team um Kapitän Dominik Mondl positiv gestimmt was die Ziele zur Hallensaison anging. Eine gute Vorbereitung lies trotz des geplanten Ausfalls von Marcel Stoklasa (wiederholte Knie-OP) einen zufriedenstellenden Verlauf erwarten. Dann unter der Woche der erste Rückschlag. Stoklasas Ersatz Fabian Braun zog sich im Training bei einer Blocksituation eine Verletzung in der Hand zu. Sollte sich der Verdacht eines Kahnbeinbruchs bestätigen würde auch Braun längere Zeit ausfallen. Und nun traf es auch noch Mury. „Es ist schon bitter, was da gerade passiert. Aber damit müssen wir wohl oder übel umgehen“, so Mondl.


Dabei sah es zuerst ganz gut aus für den TVK. In der Sporthalle am alten Postweg zeigten die Mannheimer vor allem defensiv eine ordentliche Leistung und hielten das Spiel bis zum Ende des ersten Satzes offen. Kleinere Unkonzentriertheiten sicherten dem TV Vaihingen ein 9:11 aus käfertaler Sicht. Im zweiten Satz bekamen die „Buwe“ dann keinen Fuß auf den Boden und Michael Krauß auf Seiten der Schwaben setzte einen Punkt nach dem anderen. Mit 4:11 setzte sich Vaihingen 2:0 ab. Nach dem Seitenwechsel war es dann wieder ein offener Schlagabtausch zwischen zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Beim 9:7 war der TVK kurz vor dem Satzanschluss. Nach einem unnötiger Fehler im Rückschlag und drei Fehlangaben im Anschluss ging es aber mit 0:3 nach Sätzen in die Pause.


Viel konnte Goth seiner Mannschaft in der Kabine nicht vorwerfen. Der TV Vaihingen spielte defensiv und offensiv sehr gut und die Käfertaler wehrten sich nach Kräften. Eine Umstellung in der Defensive (Mondl und Vetter tauschten ihre Positionen) sollte Michael Krauß in Satz vier mehr Probleme bereiten. Dieser lies sich jedoch nicht beirren und glänzte in Aufschlag und aus dem Spiel heraus mit sehenswerten Punkten. Wieder stand ein 4:11 zu Buche.


Satz fünf muss den Zuschauern wie ein Déjà-vu vorgekommen sein. Wie im ersten und dritten Satz spielte Käfertal mit, zeigte eine stabile Defensive und punktete immer wieder sehenswert. Dann gegen Mitte des Satzes der Zusammenprall von Mury mit Klassen und die Auswechslung des Defensivspielers. Marco Müller kam in die Partie und reihte sich nahtlos in das Mannschaftsgefüge ein. Bis zum Ende des Satzes kämpften die Mannheimer um den Satzgewinn, der leider an diesem Tag nicht kommen sollte. In aussichtsreicher Position setzte Nick Trinemeier den letzten Angriffsball knapp ins aus und Vaihingen bejubelte die ersten Punkte der Saison.


„Das Ergebnis ist in meinen Augen zu hoch, aber so ist es halt im Sport“, so Mondl nach der Partie. „Vaihingen hat den Sieg heute klar verdient, aber ein 2:5 wäre leistungsgerechter gewesen.“ Auch Trainer Goth zollte dem Gegner Respekt: „Michael Krauß ist sicher einer der stärksten Angabenspieler in dieser Liga. Und Defensiv hat Vaihingen richtig gut gespielt. Heute war kein Sieg drin, aber gegen andere Gegner wollen und müssen wir punkten.“
Sicher denkt Goth da schon an das erste Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den TV Unterhaugstett. Gegen den Aufsteiger aus dem Nordschwarzwald sollte der TVK punkten. Sonst ist schon zu Beginn der Saison der Abstiegskampf ein Thema für die Mannheimer.

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