Er ist wieder da

09.12.2019: Stoklasa feiert Comeback

Stoklasa bestritt seit der DM 2018 kein Hallenspiel mehr für den TVK; Bild: S. Dezort

Einen Einstand nach Maß kann Marcel Stoklasa verbuchen. Der Angreifer des TVK bekam von Trainer Leo Goth beim Spiel gegen den TV Vaihingen/Enz grünes Licht für sein Comeback. Nach über einem Jahr Pflichtspielpause. „Sein erster Angriff hat gleich gepunktet und wurde sofort frenetisch gefeiert“, freut sich Christian Gillmann über den Einstand seines Mannschaftskollegen. "Er ist wieder da!" Und auch darüber hinaus können sich die Mannheimer zufrieden zeigen. Mit zwei klaren 5:0 Siegen gegen Stammheim und Vaihingen/Enz schiebt sich der TVK in der Tabelle auf Rang zwei vor.

Nicht Mal eine Stunde dauerte der Gastauftritt der Mannheimer in der Baden-Württembergischen Hauptstadt am Samstag Abend. Mit 5:0 siegt der TVK gegen den TV Stammheim. Zwar erwartete der Käfertaler Anhang nach den Hinspielerfolg auch nun einen Sieg. Dass es so schnell gehen würde, überraschte dann aber doch.


"Beim Hinspiel schaffte es Stammheim immer Mal wieder, die Sätze eng zu gestalten. Heute machte die Fehlerquote in deren Angriff und das Leben jedoch sehr einfach", zeigt sich Kapitän Dominik Mondl etwas überrascht über den Spielverlauf. Viel lief im Stammheimer Aufschlag über TVK- Angreifer Nick Trinemeier. Viele der Aufschläge landeten aber in der Anfangsphase im Aus oder in der Leine. Den Rest entschärfte Trinemeier, sodass Felix Klassen oder Oliver Späth den Angriff Übernahmen. "Beide haben es ganz gut gemacht", befand Coach Leo Goth. "Wir haben recht souverän agiert."

Schnell gingen die Mannheimer mit 3:0 in die Pause. Für Mondl kam zu Beginn des zweiten Abschnitts Marco Müller in die Partie, der sich bei seiner Bundesliga-Premiere in diesem Jahr nahtlos einfügte. Zwar schaffte es Stammheim den vierten Satz offener zu gestalten, doch der Endspurt gehörte wieder den Jungs aus der Quadratestadt. Nach einer Auszeit sicherte Müller eine missglückte Abwehr von Klassen. Der folgende Angriff hatte den Punkt zum 8:7 zur Folge. Dann ging es schnell und der TVK holte sich Satz vier. Der fünfte Satz war ein Spiegelbild des ersten Spielabschnitts.

Gegen den TVV am Sonntag begann Goth ebenfalls noch ohne Stoklasa. Marcel Moritz startete neben Nick Trinemeier im Angriff. „Ich wollte die Jungs erst einmal in gewohnter Aufstellung beginnen lassen“, erklärte Goth. „Der Einsatz von Marcel ab Satz Nr. 4 war aber fest eingeplant.“
Souverän starteten die „Buwe“ auch gegen die Vaihinger. Oft wurde Trinemeier mit der Angabe aus dem Spiel genommen. Doch Marcel Moritz und Felix Klassen punkteten immer wieder im Gegenzug. Zwar hatten die Mannheimer zu Beginn des zweiten Satzes etwas Probleme, doch am Ende ging man mit einem klaren 3:0 nach Sätzen in die Pause.

Dann kam der Auftritt von Stoklasa. Vaihingen reagierte ebenfalls und kam besser in die Partie. Jedoch hatte der TVK gegen Ende der Sätze immer das bessere Ende für sich. Vor allem Stoklasa, der am Ende auch die Angabe von Trinemeier übernahm, überzeugte gleich in seiner ersten Partie. Und noch eine Premiere: Moritz Kiefer gab sein Erstligadebüt. Zwar brauchte Kiefer ein paar Bälle um in die Partie zu kommen, aber am Ende war er da. Beim Spielstand vom 10:9 für die Mannheimer wehrte Kiefer einen Grundlinienball ab und Stoklasa punktete zum umjubelten 11:9.

Durch die klaren Erfolge ist der TVK nun erster Verfolger des TSV Pfungstadt. „Das war unser selbst gesteckter Anspruch vor der Saison, und den Platz wollen wir nun auch bis zur Deutschen Meisterschaft verteidigen“, erklärt Mondl nach dem 10:0 Wochenende. Das heißt auch, dass die „Buwe“ am kommenden Freitag im Hexenkessel in Waibstadt punkten wollen. Spielbeginn ist 20:00Uhr.

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