Letzte Pflichtaufgabe vor heimischem Publikum erfüllt.

12.02.2020: (CG) Buwe gewinnen umkämpfte Partie gegen Waibstadt - Mondl nimmt Abschied

Das war´s: Nach 18 Jahren Bundesliga verabschiedet sich Dominik Mondl aus der heimischen Sporthalle. Nach der DM überlässt der Routinier den Jüngeren das Feld. Bild: B. Kaiser

Am letzten Samstag waren die Männer des TV Waibstadt zu Gast in der Sporthalle „Im Rott“. Zu ungewohnter Zeit um 19 Uhr abends wurde das Spiel vom Unparteiischen Jörg Herrmann vom TV Haibach vor vollem Haus angepfiffen.

Im ersten Satz war es ein langsames Abtasten beider Mannschaften, wobei man schon deutlich merkte, dass die Waibstädter nichts zu verlieren hatten. Mit dem Ziel zumindest einen Satz mit in den Kraichgau zu nehmen war man angereist und konnte nach dem bereits letzte Woche erreichten Klassenerhalt befreit aufspielen. Die Abwehr rund um Routinier Kai Braun zeigte sich stabil stehend und die Mannheimer hatten es aufgrund zu unpräziser Angriffe schwer zu punkten. Im richtigen Moment schafften es Marcel Stoklasa und Nick Trinemeier dann aber doch die Lücken im Abwehrverbund zu finden und konnten den ersten Satz knapp mit 11:9 gewinnen.


Der folgende Durchgang gehörte den Gästen. Durch einige sehenswerte Aktionen in der Abwehr und gute Zuspiele konnten die Angreifer Brandt und Eiermann gut in Szene gesetzt werden. Da auch hier noch der Durchschlag im Mannheimer Angriffsspiel fehlte, konnten sich die Männer in Schwarz-Gelb gegen die sonst so heimstarken Quadratestädter durchsetzen und schafften den erhofften Satzgewinn mit 12:10.
Im dritten und vierten Durchgang bestimmten dann aber wieder die „Buwe“ das Geschehen. Durch sehenswerte Abwehrleistungen von Felix Klassen, Dominik Mondl und dem wieder zum Team dazugestoßenen Hendrik Vetter konnte man das eigene Spiel deutlich besser aufziehen als zuvor und die Punkte feiern, die Hauptangreifer Marcel Stoklasa in den letzten Trainingseinheiten so oft absolviert hatte und jetzt auch dauerhaft abrufen konnte. Somit gingen Satz Drei und Vier mit 11:4 und 11:8 an die Käfertaler.

Der fünfte Satz war ein offener Schlagabtausch. Immer wieder fanden jetzt auch die Gäste die Lücken in der Käfertaler Abwehr. Dennoch wollte man sich im Hinblick auf die DM Anfang März noch einmal in verschiedenen Aufstellungen testen und vor allem abstimmen. Trainer Leo Goth schöpfte aus dem Vollen und brachte für Klassen und Vetter Oliver Späth für die Mittelposition und Marcel Moritz, welcher auf die Position hinter Marcel Stoklasa rückte. Auch wenn die Feinabstimmung noch nicht perfekt passte und der ein oder andere Ball noch durchrutschte, konnte man den Durchgang in der Verlängerung mit 13:11 für sich entscheiden.

Im sechsten und letzten Durchgang legten die Hausherren vor und erspielten sich eine recht komfortable 4-Punkte Führung beim Spielstand von 7:3, als Trainer Goth eine besondere Auswechslung vornahm. Der bis dahin in diesem Spiel nicht ausgewechselte Kapitän Dominik Mondl wich für seinen jungen Kollegen Christof Jugel. Eine Auswechslung die von beiden Seiten, vom Schiedsrichter, sowie von den Fans mit Standing Ovations und langem Beifall begleitet wurde. Denn nach vielen Jahren der Bundesligazugehörigkeit, sowohl beim TV Käfertal, wie auch beim TV Waibstadt, verlässt der Kapitän nach der noch laufenden Saison die erste Herrenmannschaft und hängt, zumindest im Aktivenbereich, die Faustballschuhe an den Nagel. Den letzten Auftritt im weißblauen Dress wird Mondl bei der Deutschen Meisterschaft am 7. und 8. März in der GBG Halle in seiner Heimatstadt haben.
Nach der kurzen Spielunterbrechung kam es nochmal kurz zu einem Einbruch im Mannheimer Spiel. Zu unkonzentriert und fahrig agierten die Gastgeber und schafften es nicht den Deckel drauf zu machen. Erst Marcel Stoklasa beendete das Spiel mit einem gewaltigen Ass aus der Angabe zum 15:14 und somit zum 5:1 Spielgewinn für seine Mannschaft.

„Emotional geht es heute gerade noch, weil wir die Deutsche vor der Brust haben“, erklärt Mondl nach der Partie. „Aber gerade in diesem Spiel seinen Ausstand zu haben ist natürlich schön.“ Einen schöneren Abschied kann es jetzt nur noch an der DM geben, vielleicht mit einer Medaille um den Hals.

Für Käfertal spielten: Trinemeier, Stoklasa, Mondl, Klassen, Vetter, Jugel, Moritz, Späth und Gillmann.

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