Silber für die TVK Faustballer

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Den Faustball Herren des TV Käfertal gelingt fast der Griff nach Gold. Am letzten Augustwochenende fand die Deutsche Meisterschaft im Faustball in Brettorf statt. Nach einer starken Saisonleistung traten die Mannheimer selbstbewusst als Zweiter der Südstaffel an. Nach durchwachsenen Leistungen an den letzten beiden Deutschen Meisterschaften war die Motivation umso größer und das Ziel war eine Medaille. 

Im Viertelfinale stand mit dem VFK Berlin eine erfahrene und unberechenbare Mannschaft als Gegner fest. Das Team um Nationalmannschafts-Routinier Lukas Schubert lieferte in der Saison nicht die gewohnte Leistung, bei einem solchen Turnier nahmen die Mannheimer das erste Spiel unbeeinflusst mit hohem Fokus an. Kurz vor Spielbeginn fällt Christof Jugel krankheitsbedingt aus, sodass die Mannheimer mit Marcel Stoklasa und Nick Trinemeier im Angriff, und mit Felix Klassen, Nico Müller und Maximilian Breier in der Abwehr starteten. Hochkonzentriert, defensiv stark und effizient starteten die Käfertaler in das erste Spiel. In den meisten Ballkontakten stimmte die von Trainer Leo Goth geforderte Präzision und Marcel Stoklasa konnte aus den Schusszuspielen heraus punkten. Der erste Satz geht mit 11:7 an den TVK. Im zweiten Satz fanden die Berliner besser ins Spiel. Ein recht offener Schlagabtausch entstand mit starken Defensivaktionen. Sowohl Breier als auch Müller konnten die Schläge der Berliner in Direktannahmen entschärfen. Nach kurzzeitigem Rückstand drehten die Mannheimer in der entscheidenden „Crunch-Time“ auf und entschieden den zweiten Satz mit 11:8 für sich.

Im entscheidenden dritten Satz steigerte sich der TVK erneut und dominierte. Stoklasa entschärfte vier Angriffsbälle der Berliner in Folge, die Trinemeier verwertete. Mit 11:2 machten die Käfertaler den Einzug ins Halbfinale perfekt.

Dort trafen sie auf den Vize-Meister der letzten beiden Deutschen Meisterschaften, den TSV Hagen. Im ersten Satz entstand bis zur Satzmitte das erwartet spannende Spiel. Ab dann knickte der TSV jedoch ein und die Käfertaler konnten den Satz ohne weiteren Punktverlust mit 11:5 für sich entscheiden. Analog verlief der zweite Satz – 11:9 & 2:0 ging der TVK in Führung.

Im Finale steht also der TSV Pfungstadt, Serienmeister seit über einer Dekade, gegenüber. Gestärkt von der eigenen Leistung des Vortages und angespornt durch die Schwächen des TSV am Samstag ging das Team von Leo Goth in die Finalpartie. Es zeigte sich jedoch die gegenteilige Leistung zum Vortag. Innerhalb von kürzester Zeit entscheidet der TSV Pfungstadt die ersten beiden Sätze mit 11:4 und 11:6 für sich. Trainer Goth reagierte zwar und gab Impulse wie die Einwechslung von Jugel von außen, aber die Mannheimer konnten ihr Spiel nicht auf den Platz bringen. Auch umkämpfte Ballwechsel gingen stets auf das Konto der Hessen. 

Im dritten Satz wendete sich jedoch das Blatt. Es entstand ein sehr hochklassiger Schlagabtausch mit vielen herausragenden Aktionen. Nach dem Motto „wir können nichts mehr verlieren“ spielten die Mannheimer befreit auf und starteten mit 4:0 in den Satz, den sie anschließend mit 11:5 deutlich gewinnen konnten. Auch im vierten Satz präsentierten beide Mannschaften den Faustballsport von seiner besten Seite. In einer spektakuläre Endphase des Satzes konnten sich die Mannheimer durchsetzen und glichen mit 2:2 aus.

Mittlerweile war auch die Stimmung um den Brettorfer Center Court herausragend und viele Fans bestaunten den Faustball-Thriller. Erneut war der Satz gespickt von individueller Klasse und die Mannschaften kämpften Kopf an Kopf bis zum 9:9. Nach einem Angabenfehler der Käfertaler rettete Dennis Gruber ein missglücktes Zuspiel und punktete zum 11:9 und 3:2 für den TSV Pfungstadt.

Auch wenn das denkbar knappe Finale enttäuschend für das Team aus Mannheim ausging, ist die Mannschaft um Kapitän Felix Klassen stolz auf die Saisonleistung und vor allem den Auftritt auf den Deutschen Meisterschaften, gekrönt mit der Silber Medaille.

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